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By Hagen Seidel

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Handbuch des Fernabsatzrechts (Springers Handbucher der Rechtswissenschaft) (German Edition)

Das Fernabsatzrecht umfasst alle Rechtsprobleme, die die Veräußerung von Waren und Dienstleistungen über Fernkommunikationsmittel betreffen. Rechtsquellen sind neben dem Konsumentenschutzgesetz und dem ABGB auch verbraucherschützende EG-Richtlinien sowie deren Umsetzung in das nationale Recht. Das Handbuch bietet einen Überblick über die Struktur und die Besonderheiten des Fernabsatzrechts.

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Doch was sich durch den zentralen Einkauf sparen ließ, verlor das Unternehmen allzu oft an anderer Stelle wieder, weil dieses System zu wenig die speziellen Warenanforderungen seiner unterschiedlichen Handelsketten berücksichtigte. »Die Multi-Channel-Strategie im Einkauf ist eine tolle Idee. Ich kenne aber auf der ganzen Welt keinen Händler, der sie in großem Maße beherrscht«, sagt Lovro Mandac, seit vielen Jahren Chef des Kaufhof. Sein Mutterkonzern, die Metro, geht ebenso wie die Kölner Rewe inzwischen bei der Einkaufsstrategie den umgekehrten Weg: Beide Konzerne geben – oft nach harten inneren Kämpfen – ihren Vertriebssparten wieder mehr Freiheiten bei der Warenbeschaffung, um die speziellen Märkte besser bedienen zu können.

Daneben verstärkte Urban die Fremdvermietung an Marken wie Esprit oder Falke. Das mag in Einzelfällen eine gute Idee sein, um Topmarken ins Haus zu bekommen, die dann neue Käuferschaften anlocken. In großem Ausmaß – und Urban plante eine deutliche Ausweitung der Flächenvermietung – hat dieses Konzept etwas von der Kapitulation des Händlers, der seine Flächen nicht vernünftig betreiben kann und stattdessen lieber zum Vermieter wird. Besonders gegen Ende seiner Amtszeit fuhr Urban deutlich mehr Rabattaktionen, als sich das Unternehmen leisten konnte.

Im Versand hatte Urban mit der Erblast der verkorksten Fusion von Quelle und Neckermann zu kämpfen. Noch immer verstanden sich weder die Computersysteme noch die Manager der beiden Versender. Noch immer trafen sie sich, wenn es sich denn nicht vermeiden ließ, am liebsten auf »neutralem Gebiet«, also weder bei Quelle in Fürth oder Nürnberg noch bei Neckermann in Frankfurt. Die Idee, beide Marken vom selben Vorstand leiten zu lassen, führte auch zu keiner stärkeren Profilierung. «, fragten sich Beobachter, auch innerhalb des Unternehmens.

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